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brand eins 10/2007

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Titel: Fortschritt kann so einfach sein

Schwerpunkt: Kleine Schritte – große Wirkung

Zum Inhalt dieses Heftes schreibt Chefredakteurin Gabriele Fischer in ihrem Editorial:

Schrittmacher

• Es soll Menschen geben, die lieben den Stau. Vielleicht, weil sie sich dann nicht allein fühlen. Weil es inmitten der Autolawine vergleichsweise sicher ist. Vielleicht auch, weil sie gern mit fremden Menschen lachen, schimpfen, streiten oder ihren Kaffee aus der Thermoskanne teilen. Jedenfalls geht es um diese Menschen in dieser Ausgabe nicht. Es geht um die, die vorankommen wollen, egal, ob auf Autobahn oder Landstraße. Schließlich führen auch kleine Schritte zum Ziel, vorausgesetzt man kennt die Richtung (S. 60). So sind es keine großen Sprünge, mit denen Franz Dullinger jene niederbayerische Region umgekrempelt hat, die sich heute stolz HyperRegio nennt (S. 116). Holger Härter hat sogar einfach nur etwas weggelassen: Die Porsche AG, deren Finanzvorstand er ist, verzichtet auf den Quartalsbericht. Das spart ein paar Tausend Euro, aber das ist nicht, worum es geht (S. 78). Obwohl Sparen durchaus ein Ziel sein kann: Ron Imelauer hatte eine Idee, die einem Touristik-Giganten wie der TUI ohne großen Aufwand mehrere Hunderttausend Euro Ersparnis eingebracht hätte. Doch im Konzern waren Ziel und Richtung verschwommen, nun profitieren kleinere Konkurrenten von der Innovation (S. 72). Widerstände sind normal, wenn man etwas verändern will. Auch wenn sie nicht gleich so massiv sein müssen wie bei der europäischen Flugsicherung. Seit 1960 lebt die Idee, den Luftraum über Europa gemeinsam mit einer Organisation zu überwachen. Doch bis heute teilen sich diese Arbeit 47 Flugsicherungen, das Ziel wird jetzt für 2020 angepeilt (S. 106). So ist das eben, wenn sich der Fortschritt durch Behördengänge quält? Das muss nicht sein, wie Verwaltungsbeamte in Worms und Mainz beweisen. Mit Lust, Witz und unerschütterlicher Konsequenz führen sie langsam, aber zielstrebig in ihren Kommunen ein, was einer Revolution gleichkommt: Sie fragen, was jede einzelne Maßnahme der Sozialbehörde und ihren Kunden bringt (S. 84). Und noch zwei kleine Schritte mit großer Wirkung gilt es zu feiern. Der erste: Kommunen müssen spätestens von 2013 an belegen, was sie besitzen und wie sich ihr Vermögen entwickelt (S. 84). Der zweite: Kommunen beginnen, professionell ihre Schulden zu managen (S. 100). Da sage noch einer, es gehe nicht voran. Der Fortschritt braucht Ideen, aber auch Mut und Konsequenz. Letztere fehlen bei der schönsten Nebensache der Welt. Beim wohlklingenden Wort „Sport“ fällt einem inzwischen auch gleich das hässliche Wort „Doping“ ein. Muss das so sein? Fehlt der Mut zur Konsequenz? Oder der Mut zur Anerkennung von ein paar schlichten Wahrheiten? Antworten vom brandeins-Autor Gerhard Waldherr ab Seite 92. Stimmt schon. Bisweilen ist es mühsam, die Richtung zu finden. Doch wer dann lieber stehen bleibt, kommt gar nicht voran.

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