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brand eins 10/2003

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Titel: 2004 – und weiter

Schwerpunkt: Zukunft

Zum Inhalt dieses Heftes schreibt Chefredakteurin Gabriele Fischer in ihrem Editorial:

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

• Der fünfte Jahreswechsel mit brand eins. Vier Jahre, in denen die Branche das Sparen und wir das Laufen lernten. Vier Jahre, die bisweilen erscheinen wie zehn und manchmal wie eines. Vier Jahre auch, an deren Ende wir immer sagen konnten: Das vergangene Jahr war besser als das davor – und ein wenig schlechter als das nächste. Es ist so subjektiv, in welcher Zeit man lebt. Ist heute, jetzt, die größte Krise der Bundesrepublik seit Jahrzehnten? Das Ende der guten Zeit? Oder der Anfang einer besseren? Leroy Hood, Biotechnologe aus Seattle, hat sich so etwas vermutlich nie gefragt. Getrieben von der Vision, hinter die Geheimnisse des Lebens zu kommen, hat er Standards gesetzt, Millionen gescheffelt, neue Standards gesetzt. Und will immer noch mehr wissen, koste es, was es wolle (S. 122). Oder Henning Scherf, Bürgermeister in Bremen, gerade 65 Jahre alt geworden und damit, wenn es nach der Statistik geht, alt. Im Leben fühlt er sich am Beginn einer neuen Phase, die Herausforderungen und neue, gute Erfahrungen bringen wird. Er ist darauf vorbereitet, auch deshalb machen sie ihm keine Angst (S. 158). Und selbst die Theater, von Subventionskürzungen und düsteren Prognosen geplagt, beweisen mit Konsequenz und guten Ideen, dass das Ende ein neuer Anfang sein kann (S. 142). Andere dagegen sehen, ebenso subjektiv, nur das Dunkel. Pfleger und Krankenschwestern beispielsweise, denen die Lust am Helfen tagtäglich durch antiquierte Arbeitsorganisation und schlechte Bezahlung ausgetrieben wird (S. 64). Die Mexikaner in der einstigen Boom-Region Tijuana, die nach zehn Jahren Aufschwung durch die Nafta erleben müssen, wie sich der Abschwung anfühlt (S. 80). Der Steuerzahler, der in einer Achterbahn sitzt, die er zwar bezahlt, aber nie bestellt hat (S. 74). Und auch Dmitri Skljarow hätte gute Gründe, seine Erlebnisse aus dem Jahr 2002 unter „dunkle Stunden“ zu verbuchen; Immerhin saß er damals drei Wochen in einem amerikanischen Gefängnis, weil er die Welt ein wenig einfacher machen wollte. Für das FBI; schlicht illegal (S. 88). Es ist so subjektiv, in welcher Zeit man lebt. Wie wird das erst, wenn man den Blick nach vom richtet? Noch unwägbarer. Möglicherweise ist das der Grund, warum uns das Jahr 2003 eine Nostalgiewelle nach der anderen bescherte, brand eins-Autor Wolf Lotter sieht darin ein positives Signal: Wenn das Vergangene, das Überwundene, verklärt werde, schreibt er, sind wir im Morgen (S. 44). Wie das nun wird? Wir wissen es nicht. Aber es lohnt, sich darüber ein Bild zu machen. Für brand eins haben das die Zukunftsforscher der Z-Punkt GmbH getan (S. 108). Ihr Szenario 2020 ist ganz gewiss subjektiv, nicht einklagbar. Und doch – eine Möglichkeit. Wer will, kann es auch als Chance sehen. PS: Wie schon im vergangenen Jahr haben wir auch für diese Jahresendausgabe Aus- und Einsichten der Kollegen von »The Economist« eingeholt. Und: Dies ist eine Doppelausgabe, die kommende Ausgabe von brand eins erscheint am 30. Januar 2004.

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