Print + App: Unternehmensberater 2014 – brand eins Thema

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Titel: Vom Besserwisser zum Bessermacher

Zum Inhalt dieses Heftes schreibt Chefredakteurin Susanne Risch:

Licht an! 

Es ist gar nicht so lange her, da war die Beraterwelt noch geordnet: an der Spitze die Management-Consultants und Strategen, in der Mitte die großen Allrounder, Wirtschaftsprüfer und Boutiquen, darunter ein Heer von Namenlosen und Spezialisten. Allesamt umgeben vom Nimbus des Besonderen. Das Wort Unternehmensberatung war gleichbedeutend mit Elite. 

 Das kultivierten sie natürlich auch, die Vertreter jener Zunft, die über Jahrzehnte die Liste der Top-Arbeitgeber anführten. Sie unterhielten sich in einer Art Geheimsprache, jonglierten mit speziellem Wissen und umgaben sich mit der Aura des Genies, wenn sie in ein Unternehmen einzogen, um es nach ein paar Wochen oder Monaten wieder zu verlassen, ohne dass man so recht -gewusst hätte, was sie da eigentlich getan hatten. Die Geheimniskrämerei hatte Methode: Intransparenz haben Harvard-Forscher als wesentlichen Bestandteil des klassischen Consulting-Geschäftsmodells ausgemacht (Seite 13). 

 Inzwischen ist die Expertise ausgeleuchtet bis ins Detail. Sie selbst haben sie öffentlich gemacht: Die Ehemaligen, die vom Consulting in die Wirtschaft gewechselt sind, haben ihr Wissen in die Firmen getragen. Heute helfen sich die Klienten selbst und fragen nur noch spezielle Leistungen nach. Ihre Aufträge sind kleinteilig und datengetrieben, die Projekte verdichten sich. Und die vielen Berater, die zwar Lust auf Consulting, nicht aber auf die damit verbundene Maloche haben, bilden zudem eine ganz neue Konkurrenz. 

 Sie schließen sich wie bei der Business Talent Group zu losen Netzwerken zusammen, suchen sich die spannendsten Projekte aus und entscheiden selbst, für welchen Kunden sie arbeiten wollen (Seite 44). Sie nutzen wie bei 10EQS die Stärke des Netzes und bilden virtuelle Expertenteams, die Probleme lösen, ohne dem Kunden auch nur ein einziges Mal zu begegnen (Seite 52). Sie delegieren ihre Fragen an Rechner, wie das kalifornische Start-up Quid, und lassen Algorithmen nach Antworten auf Klientenfragen suchen (Seite 68). Oder sie packen gleich richtig mit an, wechseln von der Rolle des Beraters in die des Kollegen und gründen wie die Consultants von P3 (Seite 58) oder Accenture (Seite 42) zusammen mit den Klienten Unternehmen.

Viele machen auch einfach das, was sie schon immer gemacht haben und was der Markt auch künftig nachfragen wird, ganz egal, wie sehr sich die Branche verändert: Sie begleiten ihren Klienten und liefern ihm hilfreichen Rat. Die -Expertise des unabhängigen, externen Beobachters wird wichtig und unverzichtbar bleiben. Ob hierzulande aber auch in Zukunft weniger als 100 Unternehmen fast die Hälfte des 22-Milliarden-Euro-Marktes unter sich aufteilen werden – das ist keine ausgemachte Sache. 

Mehr Transparenz ist in jedem Fall gefragt, und dazu will unsere Umfrage beitragen. Wir wollten wissen, welche der rund 15 000 Anbieter im Land für bestimmte Branchen und Funktionen gute Ansprechpartner sind. Deshalb -haben wir zusammen mit Statista Berater und Klienten um ihre Urteile gebeten – und die Empfehlungen zu erstaunlichen Bestenlisten zusammengefasst. Ob das geht? Kann man die Qualität von Beratung wirklich auf diese Art messen? Man muss. Die Kunden tappten lange genug im Dunkeln.

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