Grundeinkommen

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Titel: Was würdest Du arbeiten, wenn Du nicht musst?

Zum Inhalt dieses Heftes schreibt Chefredakteurin Susanne Risch:

Wendezeit

• Veränderung war immer ein sehr wichtiges Thema in brand eins. Uns interessiert nicht der Status quo, uns interessiert, was sich gerade auf den Weg macht. Wir suchen in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur stets nach Anzeichen einer neuen Zeit – und so ist es nicht verwunderlich, dass wir zu den Ersten hierzulande zählten, die sich mit dem Thema Grundeinkommen beschäftigt haben.

Wohin entwickelt sich die Gesellschaft, wenn uns die Arbeit ausgeht? Die Lohn-
erwerbsarbeit, um genau zu sein. Das war die Kernfrage, die uns schon um die Jahrtausendwende umtrieb. Denn mit dem Aufblühen der Start-ups aus der jungen New Economy änderten sich auch die Arbeits- und Sozialbeitragsbiografien.

Seitdem feiern wir immer neue Produktivitätsrekorde, der Automatisierungsgrad steigt, der Wandel von der Industrie- in die Wissensgesellschaft schreitet unaufhaltsam voran. Nur von unserem alten Arbeitsbegriff wollen wir partout nicht lassen. Und von den überholten Glaubenssätzen und Strukturen, die sich bis heute um ihn ranken.
Dabei wäre es längst an der Zeit, Arbeit neu zu denken und die Chancen zu nutzen, die uns der technologische Fortschritt beschert. Das führte vielleicht nicht geradewegs zu paradiesischen Zuständen, wohl aber zu neuen Formen von Leben, Arbeit und einer Gemeinschaft, in der Freiheit und Menschenwürde ganz wesentliche Begriffe sind.

Unsere erste edition, die brandeins-Geschichten aus fast 20 Jahren bündelt, zeichnet die Entwicklung der Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen detailliert nach. Die Texte lassen Gegner und Befürworter, Unternehmer und Politiker, Träumer und Ideologen zu Wort kommen. Wir rechneten teilweise noch in Mark, auch Unternehmen und handelnde Personen mögen inzwischen gewechselt
haben. Doch die Ängste und Irrtümer der Menschen sind die gleichen geblieben – und die alten Argumente vom faulen Individuum, das zur Arbeit angetrieben und kontrolliert werden muss, auch Jahre später noch falsch.

Der Autor Andreas Molitor hat den aktuellen Stand der Debatte zusammengefasst (Seite 6). Der Text von Peter Lau über den Entwurf einer neuen Gesellschaft bildet ab Seite 182 den Ausstieg. Darin finden sich Vorschläge, Ansätze und so manche utopische Idee. Damit fängt jeder Umbruch an.

Die edition brand eins mit Nachdrucken aus allen Publikationen unseres Hauses wird künftig immer dann erscheinen, wenn uns ein Thema unter den Nägeln brennt. Oder wenn wir den nächsten Schritt machen wollen in eine neue, bessere Zeit.

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