edition brand eins: Gesundheit (Digital)

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Titel: Nichts für Hypochonder

Schwerpunkt: Gesundheit

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Erscheinungsdatum:
 9. Oktober 2020
Umfang: 192 Seiten


 

Zum Inhalt dieser Ausgabe edition brand eins schreibt Chefredakteurin Susanne Risch:

Grund zur Hoffnung

Wer sich dieser Tage die Bilder von Demos anschaut, bei denen sich Maskenverweigerer, Verschwörungstheoretiker, Aluhütchenträger und Impfgegner bunt mischen, um ihre kruden Überzeugungen kundzutun, könnte meinen, es hätte die medizinische Aufklärungsarbeit der vergangenen Jahre nicht gegeben. Und es stimmt ja auch: Die Gruppe der Skeptiker hierzulande, die Impfseren für Teufelszeug halten und hinter den Empfehlungen der WHO nur Profitgier der Pharmaindustrie vermuten, hält sich beharrlich und ist durch die Corona-Pandemie noch gewachsen (Seite 134). Überall sonst in den Gesundheitssystemen der Welt kann von Rückschritt hingegen nicht die Rede sein. In Medizin und Versorgung passiert ungeheuer viel – und es geht überall voran.

Nehmen wir die Telemedizin. Es ist noch gar nicht lange her, da fanden wir die Vorstellung, online einen Arzt zu konsultieren, noch ziemlich exotisch. Inzwischen wächst die Zahl der Internet-Konsultationen kontinuierlich. Nach einem Report von Zava (ehemals DrEd) stieg die Zahl der Arztpraxen, die in Deutschland Videosprechstunden anbieten, allein von Februar bis April dieses Jahres von 1700 auf 25 000 (Seite 64). Für den Kinderarzt Thomas Finkbeiner ein Segen. Der Mediziner kämpft seit Jahren weltweit für den Ausbau der Telemedizin (Seite 74). Seine Patienten werden auch von „Child Growth“ profitieren, einem einfachen digitalen Werkzeug, das hilft, Unterernährung bei Kindern zu diagnostizieren. Nächstes Jahr soll die App in Indien auf den Markt gehen und danach schon bald Tausende von Menschenleben retten (Seite 80).

Auch anderswo verbessern Wissenschaft und Technik unser Leben. Ein Unternehmen in Wien hat eine Alternative zu Antibiotika entwickelt (Seite 96), in Berlin tüfteln Forscher an Organ-Chips (Seite 88), das Universitätsspital Basel will bis 2025 ein vernetztes Krankenhaus sein (Seite 102). Doch wir sollten bei allem technologischen Fortschritt den Menschen nicht vergessen: Angehörige, Regionalpolitiker, Verbandsvertreter, Ärzte und Schulkrankenschwestern, die sich tagein, tagaus für eine bessere Medizin, eine bessere Versorgung und das Wohl ihrer Patienten einsetzen (Seiten 124, 56, 46, 20, 146, 116).

Wir wissen nicht, wie weit wir im weltweiten Kampf gegen Covid-19 voran-gekommen sind, wenn dieses Heft erscheint. Aber wir haben Grund zur Zuversicht: Im zweijährigen Kampf gegen die Ebola-Epidemie hat die Weltgemeinschaft schon einmal gezeigt, was sie kann – und dabei eine wichtige Lektion gelernt (Seite 8). 

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