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brand eins 02/2003

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Titel: Was ist was wert?

Schwerpunkt: Werte

Zum Inhalt dieses Heftes schreibt Chefredakteurin Gabriele Fischer in ihrem Editorial:

Wer will das noch?

• Eine kleine Geschichte im »Stern«: Uwe-Karsten Heye, Ex-Regierungssprecher, erfreut sich seiner noch jungen Vaterschaft, genießt das Leben. Was bei 75 Prozent seines alten Gehaltes nicht so schwer ist. Nur – diese 75 Prozent, so hat ein renitenter Professor herausgefunden, stehen politischen Beamten nur bei einer Kündigung nach Regierungswechsel oder tiefer Zerrüttung zu. Das Verhältnis zwischen Heye und seinem Ex-Chef Gerhard Schröder aber ist ungetrübt. Na und? Eines von vielen Skandälchen. Weiß man doch: Wer kann, stopft sich die Taschen voll. Daran haben wir uns doch alle längst gewöhnt. Haben wir? Wer darauf hofft, könnte unruhigen Zeiten entgegengehen. Denn gerade in Zeiten der Veränderung wachsen die Ansprüche an die, die führen. Wer Bürgern und Arbeitnehmern zumutet, von vielem Abschied zu nehmen, was gestern noch Standard war, kann nicht gleichzeitig so tun, als habe sich die Welt nur für die anderen verändert (S. 18). Gefolgschaft gibt es nur noch gegen Glaubwürdigkeit - erstaunlicherweise wissen das Marketingleute oft besser als ihr Vorstand. So ist es kein Wunder, dass Bernhard Moeri, Ethikbeauftragter bei der Schweizer Migros, im Marketingressort angesiedelt ist (S. 28). Denn beim Verkaufen verwandelt sich der Bürger und Arbeitnehmer in einen Kunden – und als Kunde kann er jene Ansprüche stellen, die er auch als Bürger und Arbeitnehmer hat. Wie weit die gehen, lässt sich heute leichter erforschen als je zuvor: Das Internet ist längst zur Marktforschungs-Oase gediehen. Volkes Stimme hat sein Ventil gefunden, wie es die Cluetrain-Autoren vor gut drei Jahren prophezeiten (S. 42). Nun müssen die Unternehmen noch lernen zuzuhören. Für Politiker wäre das übrigens auch nicht schlecht. Dann könnten sie beispielweise unter www.berliner-bankenskandal.de erfahren, dass ihnen der Bürger nahezu alles zutraut. Zu Recht, wie die kommentierte Chronik des Berliner Tollhaus-Stückes zeigt (S. 56). Das Management des Frankfurter Flughafens hat begriffen, dass es Zeit wird, neue Wege zu gehen. Ein Argument war schlagend: Korruption kostete die Fraport AG in der Vergangenheit viele Millionen (S. 36). Vielleicht ist der Geldbeutel wirklich das beste Druckmittel. Zumindest noch einige Zeit. PS: Mit der Geschichte über die Münchner Biotech-Firma Wilex (S. 84) beginnt eine Kooperation zwischen dem Mainzer Sender ZDF Digital, der Produktionsfirma BSB Film und brand eins: Am 7. Juni auf dem ZDF Infokanal und am 19. August auf3Sat startet die gemeinsam konzipierte Reportage-Reihe: „Die Aufbrecher“.

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