brand eins 10/2022 (Digital)

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Titel: Eine muss es ja machen.

Schwerpunkt: Führen

Hinweise

Sie können die digitale Ausgabe auf unserer Website und in der App lesen. Melden Sie sich dafür mit Ihren Zugangsdaten (E-Mail + Passwort) aus dem Kaufprozess an. Die brand eins App finden Sie kostenlos im Apple App Store, im Google Play Store und im Amazon Appstore. Sie ist nur für iOS und Android konzipiert! Zusätzlich können Sie die Formate PDF, epub und mobi erwerben.

Fünf Geschichten aus dieser Ausgabe:

• Unternehmen wollen vielfältiger werden. Bislang konzentrierten sie sich vor allem darauf, Frauen Chancen zu geben. Nun fördern sie auch andere Gruppen, darunter Arbeiterkinder. Wie das gelingen kann, beschreibt Julia Lauter in ihrem Report mit dem Titel: Wo kommst du denn her?

• Martin Ziegenhagen hat 2018 in Berlin die Agentur Goldjungs gegründet, die Unternehmen dabei unterstützt, vielfältiger zu werden. Warum Diversity zwar im Trend liegt, aber Kein Kinderspiel ist, hat er mit Thorsten Neuhaus besprochen.

Ich brauche keinen Chef. Denn ich habe schon einen: mich selbst. Unser Autor Peter Lau beschreibt in seinem Essay, wann dieser innere Vormund auftauchte und wie sich sein Verhältnis zu ihm im Laufe der Jahre verändert hat.

• Frührente und Altersteilzeit, das war einmal – jetzt sollen die Alten die Wirtschaft vor dem Fachkräftemangel retten. Deshalb müssen Unternehmen dafür sorgen, dass ältere Menschen dort gern und länger arbeiten. Wie das gelingen kann, zeigen Celine Schäfer und Sarah Sommer in ihrem Report mit dem Titel Hau rein, Alter!

• Warum kommt es unter uns Menschen immer wieder zu Konflikten? Der Schriftsteller Wladimir Kaminer erklärt das in seinem Beitrag mit dem Fluch der Evolution. Archaische Verhaltensmuster und der moderne Anspruch, die Welt sozialer zu machen, ringen miteinander. Die Lösung sieht Kaminer in mehr Vielfalt.

→ komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen (PDF)


Erscheinungsdatum: 30. September 2022
Umfang: 130 Seiten

Zum Inhalt dieses Heftes schreibt Chefredakteurin Gabriele Fischer:

Ungeliebt und unentbehrlich

 • Ich habe mich geirrt. Als wir vor gut 20 Jahren brand eins gegründet und über die Zukunft der Wirtschaft nachgedacht haben, war ich sicher, dass das Frauenthema bald keines mehr sein würde: In einer auf Kreativität und Wissen bauenden Ökonomie, so dachte ich, würden die Machos verlieren, Frauen immer mehr Chancen bekommen …

Jahrzehnte später akzeptiere ich Quoten, bin noch immer keine Freundin des Genderns, nehme es aber hin. Und kann verstehen, dass es inzwischen Magazine gibt, die sich mit Wirtschaft aus speziell weiblicher Sicht beschäftigen. »Strive« heißt eines von ihnen – und mit dem dortigen Team haben wir uns zum Thema Führung verabredet. Ein Thema, zwei Redaktionen und viele Blickwinkel: viel Spaß mit dem Experiment.

Dass auch in unserem Heft diesmal Frauen eine besondere Rolle spielen, hat weniger mit der Kooperation als mit der Lage zu tun: Die Gleichstellung der Geschlechter ist zweifellos das Führungsthema der Zeit. „Dürfen Männer noch führen?“ war deshalb eine der zur Auswahl stehenden Titelzeilen. Für die lakonischere Variante, die nun auf dem Titel steht, sprach allerdings ein zweiter großer Trend: Die Bereitschaft, eine Führungsposition zu übernehmen, nimmt in der jüngeren Generation kontinuierlich ab, unabhängig vom Geschlecht.

Das deutete sich schon vor sieben Jahren an, als wir uns zuletzt dem Thema widmeten und den „Scheißjob“ an der Spitze beschrieben. Schon damals zwang ein gut ausgebildeter und selbstbewusster Nachwuchs in vielen Unternehmen zu flachen Hierarchien und zugewandteren Chefs, als Folge der Pandemie haben sich die Ansprüche noch mal erhöht. Seit sich ganze Belegschaften ans Homeoffice gewöhnt haben, überbieten sich die Firmen mit Lockangeboten, von der Viertagewoche bis zum regelmäßigen Büro-Event. Die Wirtschaftspsychologin Vera Starker hat eine andere Idee: Sie hat ein Konzept gegen Zeitvergeudung entwickelt, die Agentur Klenk & Hoursch lebt es vor.

Vielfalt scheint in der Wirtschaft als wünschenswertes Ziel erkannt worden zu sein, zumindest auf dem Papier. Alle wissen um den Wert unterschiedlicher Blickwinkel, alle wollen mehr Frauen, alle beklagen, wie schwer das sei. Dass es funktioniert, beweisen die IT-Firma Thoughtworks und die GLS-Bank. Gemeinsame Essenz: Diversity ist eine Führungsaufgabe, für ganz oben.

Dabei geht es um weit mehr als darum, den Frauenanteil zu erhöhen. Wer wirklich andere Blickwinkel bei der Entscheidungsfindung will, muss auch in anderen Milieus suchen. Warum sind so wenige Arbeiterkinder an der Spitze von Unternehmen? Wo sind dort Menschen mit Behinderung zu finden? Wie gelingt der Austausch zwischen Jung und Alt?

Führung war nie einfach, wurde aber lange als eher lästige Nebensache behandelt. Doch inzwischen fehlt es überall an Arbeitskräften, von der Zufriedenheit der Belegschaft und der Motivation der Teams hängt die Zukunft vieler Firmen ab. Der gern als weich beschriebene Führungsanteil am Spitzenjob wird damit entscheidend.

Ob er damit attraktiver wird?

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