brand eins 09/2021 (Digital)

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Titel: Kann der was?

Schwerpunkt: Kapitalismus

Hinweise

Sie können die digitale Ausgabe auf unserer Website und in der App lesen. Melden Sie sich dafür mit Ihren Zugangsdaten (E-Mail + Passwort) aus dem Kaufprozess an. Die brand eins App finden Sie kostenlos im Apple App Store, im Google Play Store und im Amazon Appstore. Sie ist nur für iOS und Android konzipiert! Zusätzlich können Sie die Formate PDF, epub und mobi erwerben.

Drei Beispiele aus dieser Ausgabe:

• Warum ist der chinesische Kapitalismus so erfolgreich? Unser Gastautor Henrik Bork lebt seit 30 Jahren in dem Land und hat fünf Besonderheiten des Systems ausgemacht, das von der Führung in Peking sozialistische Marktwirtschaft genannt wird. Eine wichtige Rolle spielen langfristige Pläne einerseits und Pragmatismus andererseits.

• Seit die Spielekonsole Playstation 5 von Sony erschien, ist sie permanent ausverkauft. Unser Autor Christoph Koch wollte aber unbedingt eine haben – und begab sich auf eine Jagd, die Ausdauer erforderte. Dabei erfuhr er einiges über Knappheit und Marktmechanismen. Sein Erfahrungsbericht ist überschrieben mit: Der will doch nur spielen! 

• Vor hundert Jahren hat Henry Ford dem Verbrennungsmotor zum Siegeszug verholfen. Heute arbeitet Elon Musk mit seinen Elektroautos an dessen Ende. In ihrem Beitrag Ford gegen Tesla vergleicht Anabelle Körbel die Gründungsgeschichten von Ford und Tesla –  und erklärt, was diese uns über die Veränderung des Kapitalismus verraten. 

→ komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen (PDF)


Erscheinungsdatum: 27. August 2021
Umfang: 124 Seiten

Zum Inhalt dieses Heftes schreibt Chefredakteurin Gabriele Fischer:

Er könnte. 

Schwerpunkt Kapitalismus. Was kann einen zu solchem Wahnsinn treiben? Das Thema füllt ganze Bibliotheken. Und die Diskussion, ob wir die Sache nicht besser Marktwirtschaft nennen sollten, weil schon der Begriff Kapitalismus polarisiert, sorgte schon in der ersten Redaktionsrunde für erhitzte Gemüter. Am Ende sind wir bei Begriff und Vorhaben geblieben. Weil wir immer wieder gern Forschungsreisen unternehmen, deren Ende offen ist. Und weil wir lieber das Risiko eingehen zu scheitern, statt komplexe Themen nicht anzugehen.

Ob unsere Arbeit gelungen ist, entscheiden Sie. Und wir freuen uns, wenn Sie dazu in -Dialog mit uns treten. Denn die Frage, ob und wie unser Wirtschaftssystem den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen ist, ist existenziell. Und sie lässt sich entweder schnell mit Ja oder Nein beantworten – oder mit gründlicher Analyse und Diskussion, für die diese Ausgabe nur ein Anfang sein kann. Erwarten Sie also kein geschlossenes Weltbild, sondern vielmehr eine Sammlung von Bestandsaufnahmen und Perspektiven. Wenn sie zur Diskussion anregen, ist ein wichtiges Ziel erreicht.

Die Analyse von Stephan Jansen hat zwar durchaus den Anspruch, den aktuellen Stand und die Entwicklungsmöglichkeiten des Kapitalismus einzuordnen, allerdings im engen Rahmen eines Magazins. Allumfassend kann sie deshalb nicht sein, anregend durchaus. Ebenso wie das Interview mit dem Wirtschaftshistoriker Werner Plumpe. Der einstige Kommunist kennt die Argumente der Gegner und pariert sie mit erstaunlicher Nüchternheit: In der Ökonomie, so stellt er klar, gehe es nicht um Moral, Entfremdung, Warenfetisch, sondern um Bedürfnis-befriedigung. Und darin sei der Kapitalismus nun einmal besonders gut (S. 30, 44).

Darüber hinaus verspricht das System Effizienz, Wachstum und allgemeine Wohlfahrt. Und es gibt gute Gründe, ihm Versagen vorzuwerfen. Auf dem Wohnimmobilienmarkt misslingt die Bedürfnisbefriedigung vieler Menschen. Vom Wachstum etwa im Tourismus haben in Deutschland vor allem große Ketten, nicht aber Beschäftigte und kleine Hotelbesitzer profitiert. Und die vom Silicon Valley und China forcierte Entwicklung zum Plattformkapitalismus fördert die Monopolisierung, nicht aber Wettbewerb und Innovation (S. 50, 88, 80, 70, 60).

Im aktuellen Zeugnis für den Kapitalismus stünde deshalb nicht einmal ein „hat sich -bemüht“. Doch sein wahrer Vorzug ist die Anpassungsfähigkeit. Kritik macht ihn stärker, -Probleme innovativ. Die Entwicklung der Solarindustrie zum Beispiel zeigt, was er drauf hat. Und Unternehmen wie Unisensor leben davon, ein Geschäft aus den Problemen zu machen, die durch Massenkonsum entstehen (S. 74, 66).

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob der Kapitalismus weg muss oder bleiben kann. Sondern wie es uns gelingt, das System mit einem Update zum Verbündeten für eine bessere Zukunft zu machen. --

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